kunstraumnoewien

15.03.12 bis 15.03.12, 19.00 uhr

kunstraum noe wien

gespräch zur kunst im öffentlichen raum


"Die Öffnung neuer Räume im Internet"
kuratiert von Lorenz "eSel" Seidler
Gesprächsabend am Donnerstag, den 15. März 2012 , um 19.00 Uhr im Kunstraum Niederoesterreich ,
Herrengasse 13, 1014 Wien


Mit:
UBERMORGEN (CH/AT)
Hans Bernhard & Iizvlx , Digital Art Duo
Gail Durbin (UK) Museumsberaterin, ehemalige Leiterin Victoria & Albert Online Museum, London
Hands on Stations:
Mz Baltazar's Laboratory - Stefanie Wuschitz
Metalab - Philipp Tiefenbacher, Marius Kintel, Michael Pöhn



Die rasante Verbreitung des Internets eröffnet Kunst und ihren Institutionen neue Möglichkeiten zum direkten Austausch mit dem Publikum : als Kommunikationsöffentlichkeit ermöglicht das Netz produktive Interaktion zwischen Kunstbetrieb und Communities; KünstlerInnen nutzen das Medium für digitalen Aktionismus und sezenieren die zunehmende Verschränkung unserer Lebenswelt mit digitalen Realitäten.

Der Gesprächsabend beleuchtet Projekte und Methoden, präsentiert mit 3D-Druckern und selbstgebauten Computern direkte Resultate neuer, kollaborativer Wissenstransfers und lädt mit geladenen ExpertInnen dazu ein, die Potentiale virtueller Räume kritisch zu beleuchten.


Dokumentation: Artistic Bokeh Research
Gespräch und Präsentation in englischer Sprache.

http://www.esel.at
http://www.ubermorgen.com
http://www.mzbaltazarslaborato...
http://www.metalab.at
http://www.artistictechnology....


Die Perspektiven des Künstlerduos UBERMORGEN.COM (CH/AT), der Online-Museumsberaterin Gail Durbin (UK) und der Netzkultur-Initiativen Metalab (AT) und Miss Baltazar´s Laboratory (AT) eröffnen ein breites Spektrum zur Diskussion der Potenziale des Internets für KünstlerInnen und Institutionen.

Der "digitale Aktionismus" des schweizer/österreichischen Künstlerduos UBERMORGEN.COM ermöglicht den Diebstahl digitaler Bücher (Amazon Noir), erprobt die Selbstkannibalisierung des dominanten Such- und Werbenetzwerks Google (Google will eat itself), entwickelt ein Betriebssystem für die menschliche Identität auf Basis von Verhör- und Foltermethoden (PsychOS) und sorgt mit dem inszenierten Ankauf von Wählerstimmen im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf für hitzige Diskussion auf CNN (Vote Auction). UBERMORGEN.COM lotet als permanente künstlerische Forschung die Grenzen zwischen Realität und ihrer Inszenierung neu aus, um deren Bedingungen auf den Grund zu gehen. Die Künstler sezieren nicht nur wesentliche Aspekte und kritische Fragestellungen des digitalen Zeitalters, sondern übertragen Methoden und Strategien des "Media Hackings" auf allgemeine gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge. Mit großem Mut, Einsatz aber auch Humor werden mit den Mitteln der Kunst brennende Fragen nach Identität und Kontrolle in einer globalisierten Gesellschaft neu gestellt. Das Internet dient den Künstlerduo zugleich als Kommunikationsschnittstelle zu den Massenmedien und als direkte Verbindung zu einem breiten Publikum.


Die Museumsberaterin Gail Durbin nutzt das Internet als Schnittstelle für den produktiven Austausch zwischen Museen sowie Institutionen und der Kreativität der BesucherInnen bzw. Communities im Netz. In ihrem Vortrag schildert Gail Durbin ihre langjährigen Erfahrungen als Leiterin des "digital Museums" des Londoner Victoria & Albert
http://www.vam.ac.uk
Am Beispiel ausgewählter Projekte zeigt Durbin, mit welchem Methoden und über welche Kanäle Künstler, spezifische Communities und deren Beiträge in Ausstellungen und in die Forschungstätigkeit des Museums eingebunden werden können und wie Museen und Institutionen über Fotoportale, Blogs und Webportale zusätzlich nach außen wirken können.
Zugleich macht Durbins Vortrag auch den Wandel der Kommunikations- und Organisationsstruktur von Museen in Wechselwirkung zu den wachsenden Online-Öffentlichkeiten deutlich. Dabei stehen erweiterte Rollenbilder für Museen, neue Herausforderungen und Möglichkeiten für kollaborative Wissensproduktion, aber auch die Frage nach den Spezifika von Kunst, ihren Institutionen und der Kreativität der User im Vordergrund.

Foto: Mz Baltazar´s Laboratory © eSeL.at





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