ljubomir levacic


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skulpturengruppe bei der militärakademie wiener neustadt



Der Künstler spielt mit Formen, varriert, strukturiert, teilt und setzt sie systematisch wieder zusammen. Er sucht und findet eine mathematische Formel, eine für ihn geltende Ordnung und Grundregel. Die Zahl 4 hat dabei eine besondere Bedeutung: 4 Säulen, 4 Evangelisten, 4 Jahres-zeiten, 4 Elemente, 4 Himmelsrichtungen, 4 Lebensabschnittte ..... Würde man die beiden Skulpturengruppen ineinander schieben, so wie das auf der Skizze sichtbar ist, sollten sie insgesamt 9 Objekte ergeben – um komplett zu sein. Tatsächlich sind es jedoch nur 8. Es liegt in der Absicht des Künstlers, darauf hinzuweisen, dass im Leben immer etwas fehlt – im metaphysischen Sinn -, nichts ist perfekt. Die Suche nach dem verlorenen Element ist wie eine Suche nach der verlorenen Heimat, eine Suche nach dem Paradies, eine Suche nach dem Garten Eden. Ljubomir Levacic ist durch seine Herkunft unmittelbar vom Krieg betroffen. Mit dieser Arbeit verändert er die beiden Orte, setzt ein wichtiges, unverwechselbares Zeichen, das Denkmalcharakter hat. Die Objektgruppen E4 + W4 sind jedoch kein herkömmliches Denkmal, das auf lange Vergangenes in der Geschichte hinweist, sondern erinnern an Gegenwärtiges, das in der Jetztzeit, nur wenige Kilometer von uns hier geschieht. Obwohl erst in der jüngsten Vergangenheit begonnen, weist dieser Krieg bereits eine lange Geschichte der Zerstörung auf. Levacic nimmt ganz real Bezug auf seine persönliche Geschichte und die seiner Heimat und errichtet ein Mahnmal als Warnung an die Jetztzeit.
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