marianne maderna


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stahlskulptur in einer allee in horn



Wo die Skulptur zur Überschreitung neigt, tritt sie aus ihrer genuinen Statik in das Beziehungsfeld der Vergleiche mit der gesehenen Wirklichkeit ein. Man könnte also von Ponderation sprechen, was diese Skulptur von Marianne Maderna betrifft, zumindest aus einem bestimmten Blickwinkel, wo sie sehr elegant ausschreitet, aber es ist nicht mehr gewiss, welches Bein belastet, welches entlastet wird; oder anders: wie in der serpentinierten Skulptur des Manierismus, deren großartige Idee darin besteht, dass Bewegung nicht mehr als Suggestion – oder nicht mehr nur – vorgeführt wird, sondern in der Bewegung des Betrachters, der sich angeleitet fühlt, um die Skulptur herumzugehen, tatsächlich stattfindet, dass also die Bewegung aus der Skulptur in den Betrachter verlegt wird, in ihn hinüber überschritten wird, ich sehe das in dieser Skulptur genauso, und wir sprechen von diesem Moment, wo man dessen gewahr wird, dass sie einen Schritt auf uns zu macht: ein Moment, den es gar nicht gibt, zwischen zwei Momenten; und da hinein setzt sie ihren Fuß, sehr leicht und unerbittlich.
(Otmar Rychlik)
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