ona b.


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installation an der minoritenkirche krems-stein



Rennruderboote spielen in Ona B.s triadischem Ballett von Malerei, Raum und Objekt eine besondere, modellhafte Rolle. Die langen, schmalen, nadelförmigen Bootskörper entwickeln ihre ästhetische Überzeugungskraft vor allem, wenn sie verkehrt liegen bzw. hängen. Wie etwa an der Fassade der Minoritenkirche Krems-Stein, wo das Boot wie ein Pfeil steil in den Himmel ragt, eine leuchtende Wunde im Mauerwerk. Ona B.s hochemotionales Ready-Made ist eine Metapher für Raum und Zeit, das Boot eine Requisite mit vielfacher Bedeutung: es erzählt vom Fährmann Charon, vom Diesseits und Jenseits, vom Fließen und vom Wasser. Der Bootskörper dient der
Künstlerin ebenso als Identifikationsmuster wie die Farbe Rot, die sich wie ein Mantra durch ihr Werk zieht.
Die Bootskulptur im öffentlichen Raum dient auch als weithin sichtbares Zeichen für die Bedeutung des Dialogs, der für Ona B.s Arbeit so wichtig ist. Das Zwiegespräch von allgemein gültigem Objekt und konkreter Architektur vernetzt Kunst und Wirklichkeit, Traum und Leben. Dann wäre noch von Präzision zu reden, von Konzentration und Entschlossenheit, alles Eigenschaften, die Künstler, aber auch Sportler kennzeichnen. Die hochsensible Schnittstelle beider Professionen ist im Werk Ona B.s fest verankert: im Kyudo, dem japanischen Zen-Bogenschießen.
(Brigitte Huck)

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