wolfgang hilbert


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kulturmeter - computerinstallation im kulturhaus winkelau



Das "Kulturmeter" oder die Kunst des multikulturellen Mischens (Lehrspiel zum Abbau von Fremdenangst): Das "Kulturmeter" stellt eine Art Barometer für das kulturelle Leben eines Landes dar und misst den Grad der Entwicklung von Kunst und Kultur. Das Simulationsprogramm stützt sich auf die Theorie, dass jede Kultur durch die Auseinandersetzung mit fremden Kulturen bereichert und erweitert wird und zwar durch Übernahme anderer Denk- und Sehweisen sowie anderer Traditionen. Im Gegensatz zu Staaten, die ihre Grenzen hermetisch abriegeln (z.B. Deutschland im Dritten Reich), entwickeln multikulturelle Staaten (z.B. Österreich in der Zeit der Monarchie, USA), ein außerordentlich reiches Kulturleben, das weit über die Grenzen hinaus Anziehungskraft hat und damit selbstverstärkend wirkt. Die Messskala des "Kulturmeters" ist eine sechseckige Fläche (Bildschirmausschnitt), die den Lebensraum von sogenannten "Kulturzellen" darstellt. "Kulturzellen" sind eine Metapher für das Kulturleben eines Volkes. Die Zellanimation funktioniert in etwa nach dem Prinzip des "Game of Life" von J.H. Conway (d.h. nach den Regeln des Überlebens, der Geburt, des Sterbens) mit folgenden Erweiterungen: Beim Zusammentreffen der einheimischen "Kulturzellen" mit "Fremdkulturzellen" entstehen neue andersfarbige "Mischkulturzellen". Für den Betrachter wird dadurch das optische Erscheinungsbild bunter und interessanter, wobei der Eindruck vermittelt werden soll, dass sich das Kulturleben insgesamt bereichert und erweitert hat. Das Ziel des Anwenders muss sein, die Fremdkulturen mit der heimischen Kultur im richtigen Verhältnis zu mischen. Wie viele Fremdkulturzellen und von welcher Farbe (Art der Fremdkultur) über den heimatlichen Kulturlebensraum gestreut werden, hängt von der Öffnungsweite und -dauer der jeweiligen Grenze ab. Die Öffnungsweite wird optisch in einem Feld unterhalb des Drehreglers in Form eines Balkenprogrammes dargestellt.
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