media > public art, Filmdokumentation von Rudi Palla (Ausschnitt)
 
 

katarina matiasek


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konzept für die landesberufsschule pöchlarn



Für das Wohnheim der Landesberufsschule Pöchlarn, in der Holz verarbeitende Berufe gelehrt werden, hat Katarina Matiasek ein durchbrochenes Panoramabild einer Waldlandschaft geschaffen, das sich gitterartig über alle Stockwerke zieht. Fotodrucke auf schmalen Streifen bespielen die Innenwände jeweils vom Boden bis zur Decke. Es sind fotografische Ausschnitte des geschützten niederösterreichischen Urwaldes Neuwald. Im Foyer befindet sich der Wurzel- und Stammbereich, in den Obergeschoßen das verzweigte Astwerk. Im Mehrzwecksaal des Dachgeschoßes schließt der Wald mit seinem Blätterdach ab. Die Künstlerin lotet das Thema Holz in alle Richtungen aus. Analytisch und gleichzeitig poetisch verfährt sie mit ihren zentralen Themen Gedächtnis und visueller Raum. Sie verweist auf den Wald als Ur-Raum menschlicher Kultur in einer primordialen Erinnerungslandschaft. Gleichzeitig fordert sie den Betrachter sanft zum Träumen auf und spielt mit den Möglichkeiten des Zeitempfindens. "... denn in den Wäldern sind Dinge, über die nachzudenken man Jahre lang im Moos liegen könnte ... " Dieses Zitat von Franz Kafka hat sie ihrer Arbeit vorangestellt. Große grüne Sitzkissen in den Aufenthaltsnischen erinnern an Kafkas Moos und laden den Betrachter ein, zu imaginären Spaziergängen durch den Wald aufzubrechen, der durch seine Fragmenthaftigkeit dazu auffordert, die Lücken zu schließen.
(Cornelia Offergeld)

Architekt: Heinrich Strixner
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