transparadiso


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gestaltung der hospizräume im landespensionistenheim wiener neustadt



transparadiso wurde beauftragt, für einen Gangbereich des Hospizes, der durch eine für ein ursprünglich geplantes Biotop ausbetonierte Grube bereits vorgegeben war, eine künstlerische Gestaltung zu entwickeln.
transparadisos künstlerische Intervention versteht sich als ein Angebot sinnlicher Elemente sowohl an die Patienten, die hier die letzten Tage ihres Lebens verbringen, als auch an die dort arbeitenden PflegerInnen. Eine Mischung aus Zurückhaltung und dem Anreiz eines unerwarteten "halböffentlichen Wohnzimmers", mit der Lust zum Sehen, Spüren, Hören und Wegfliegen, soll ein haptisch-sinnliches Zusatzangebot formulieren:
Ein "Lichtventilator" wirft Lichtflecken, die durch die individuelle Steuerung der Ventilatorflügel ganz allmählich verändert werden können, auf den Boden, so als würde Sonnenlicht durch ein Blätterdach fallen – und doch ist das Objekt eine Lampe. Die Grube wurde mit einem leicht abgesenkten Parkettboden aus Iroko gefüllt und verwandelt sich durch Shaker in einen Resonanzboden. Aus diesem wächst ein Sitz- und Stereomöbel heraus, von dem aus man im angrenzenden Atrium Vögel in einem eigens konzipierten Vogerlbad beobachten kann. Wendet man den Blick wieder zurück in den Innenraum, sieht man an der Rückwand des "erweiterten Wohnzimmers" eine zarte Zeichnung der Umrisse von Lichtflecken, ähnlich jenen, die auf den Boden projiziert werden. Unspektakulär.

Architekt: Anton Presoly

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