werner feiersinger


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skulptur vor der hauptschule wiener neustadt



Eine blaue Skulptur. Das Blau drängt das eiserne Material der Konstruktion zurück und enthebt sie ins Luftige. Ein Blau aus Holland. Nein, nicht Delfter Blau. Die blaue Skulptur als Bühnenquartett zweier eingeklappter und zweier ausgeklappter "Tortenstück-Bühnen" eines Würfelraumes.
Bühnenräume für die Quadratur des kreisenden Körpers im Kommen und Gehen. Der Bühnenrand - die Stufe, um den Raum der Skulptur zu betreten - lädt zum Sitzen ein. Das Körpermaß als Einladung zu verweilen oder hinaufzusteigen. So ist die Rundung der nach außen geklappten Tortenstücke Sitz oder Aufgang. Das Quartett der Tortenstückbühnen im Wechselspiel mit den Würfelquadraten. Das Zirkelnde der Würfelquadrate in den Rundungen der Tortenstückbühne. Das Abgerundete der klassischen Tortenform. Das Kreisen und Anschneiden.
Die Wände der beiden nach innen gebogenen Tortenstück-Bühnen sind süße Trennungen im Inneren des Würfelbauches: Ihre Wände ummanteln die Würfeldiagonale und lassen einen Zwischenraum entstehen, der zum Versteckspiel einlädt. Diesen Zwischenraum auf Schulterbreite zu durchschreiten, ist der Moment die Spiegelungsachse zu durchwandeln und so ins Nicht-mehr-Gesehenwerden zu treten. Und im Kampf mit der Selbst- Wahrnehmung singt Alice beim Durchschreiten der Spiegelungsachse von Nebel im Leben und von Leben im Nebel.
(Anke Schäfer)

Architekt: Ernst Maurer
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