clegg & guttmann


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objekt für die stiftsbibliothek melk



Klassische Repräsentation im Sinne von "Skulptur" ist nicht vordringlich ihr Ding. Dennoch macht "The Moebius Library" glauben, das Künstlerduo Clegg & Guttmann wäre ausnahmsweise um Form bemüht. In einer großzügigen, eleganten Schleife schmiegt sich ein 2,80 Meter hohes Moebiusband aus Sperrholz an eine Bibliothekswand. Nicht an irgendeine, sondern an die des Benediktinerstiftes Melk mit ihren intarsierten Regalen, den vergoldeten Figuren und dem Deckenfresko von Paul Troger.
Ursprünglich als Präsentationsobjekt für die Waldzell-Konferenz 2004 konzipiert, funktionierte die Skulptur als Regal und nahm die Schriften der beteiligten Nobelpreisträger, Wissenschaftler und Journalisten auf. Jährlich machen sie sich in jener Abtei, die Umberto Eco zum „Namen der Rose“ inspirierte, Gedanken über so gewaltige Themen wie die Gegenwart und Zukunft unserer Zivilisation.
Die Moebiusbibliothek ordnen Clegg & Guttmann jenen Arbeit zu, für die sie den komplexen Mechanismus der Rekontextualisierung anwenden. Sie ist gleichzeitig Teil einer sozialen Plastik, verfügt über Aspekte eines Porträts und einen Rest von Elementen des ihr zugrunde liegenden Events. Aus diesen Elementen, sagen die Künstler, wird das Projekt vor dem geistigen Auge des Betrachters kontinuierlich restrukturiert. Es geht von der Plastik zum Porträt, vom Porträt zur "Oper" – was in der Terminologie der Künstler "Event" bedeutet – und wieder zurück. Die Elemente der Installation sind nach drei verschiedenen Zeiträumen geschichtet, und ihre Eigenschaften verschieben sich fließend zwischen den Dimensionen des Funktionalen, des Informativen und des Symbolischen hin und her.
(Brigitte Huck)
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