michael kienzer


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teppich für den KUNST RAUM NOE



Das Niederösterreichische Landhaus in der Wiener Innenstadt wurde 2005 renoviert. Seitdem befindet sich dort neben dem Stadtsitz des niederösterreichischen Landeshauptmanns auch der "Kunstraum Niederösterreich". Für diesen galt es ein prägnantes künstlerisches Signal im Außenraum zu setzen. Ein solches hat Michael Kienzer mit seiner Installation geliefert, die in einer Reihe von Auseinandersetzungen des Künstlers mit der Bedeutung des Teppichs als Code für gesellschaftliche Übereinkünfte steht.
Der rote Teppich läuft zunächst durch den Hof geradewegs auf den repräsentativen Haupeingang zu, macht dann aber einen haarnadelkurvenartigen Schlenker zurück und endet vor dem Eingang des Kunstraumes an der Längsseite des Hofes. Kienzer hat eines der Insignien der Berühmten und Mächtigen auf ihren letzten Metern vor den Epizentren ihrer Bedeutungserlangung unverfroren zur Kunst umgeleitet und verweist ironisch auf ein historisches, der Kunst immanentes Paradoxon, das diese als Trägerin einer aufklärerischen Gedankenwelt oft verräterisch nahe an die Seite der Herrschenden brachte.
Aus diesem Grund wird es niemanden verwundern, dass aus der ursprünglichen Idee, einen Teppich als permanente Installation aus einem gewebten Metallgeflecht zu machen, nichts geworden ist. Nun ist er aus festem Stoff gewebt und kann zu temporären Anlässen von den Betreibern des Kunstraumes ausgerollt werden.
(Cornelia Offergeld)
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