harather / lechner


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temperaturabhängige bildkomposition im landespensionistenheim in zwettl



Harather/Lechners Arbeit "An Tante" orientiert sich an den Gegebenheiten im Foyer des LPH Zwettl: Ausgangspunkt ihrer Konzeption bildet ein großes Fenster, das den Blick auf den Innenhof freigibt. Die "Fensterfläche" wurde aus zwei hintereinanderliegenden, sehr flachen und transparenten Kunststoffbehältern zusammengesetzt, die mit Meß-Skalen für die Innen- und Außentemperatur versehen sind. Zwei unterschiedlich eingefärbte Öle, gelb und rosa, sich mittig zum Orange überlappend, übernehmen die Anzeigefunktion der jeweiligen Temperatur.
Das Fenster als Bindeglied zwischen Innen- und Außenraum koppelt die Interessen, Bedürfnisse und Wünsche im Soziotop Pensionistenheim an die naturalen Gegebenheiten des Außenraumes. Das Wetter als Kristallisationspunkt kollektiven Interesses älterer Menschen, deren Gespräche und körperliche Bedürfnisse, vermittelt sich dabei durch den Blick in den Hof ebenso wie durch den Blick auf das Fenster als Temperaturskala. Überlagert wird diese soziale bzw. architektonische Komponente der Arbeit durch derern gleichzeitige Lesbarkeit als ästhetisches Feld. Das Oszillieren der Wahrnehmung zwischen Ausblick und Aufblick korreliert so mit dem stetigen Schwanken zwischen Funktionalität und Ästhetik.
(Doris Guth)

Architekt: Georg Thurn-Valsassina
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