elisabeth homar


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plastik in der landschaft bei tautendorf



Von Elisabeth Homar sind kleinformatige Objekte, Collagen, Assemblagen bekannt, welche die Künstlerin aus Fundstücken der Alltagswelt, zivilisatorischem Abfall zusammengefügt. Dabei legt sie durch unwerwartete Verknüpfung und Veränderung poetische Schichten der banalen, "armen" Stoffe frei. In kreativem Spiel entstehen miniaturhafte Szenarien von heiterer Schönheit, begleitet von ironisch-rätselhaften, oft autobiographische Momente einbeziehende Titel. Seit etwa zwei Jahren formt Elisabeth Homar Plastiken aus Eisendrähten und Rohren - feinnervig, farbig gefaßte oder den Korrosionsprozeß als subtiles materialsprachliches Moment miteinbeziehende Gebilde.
Anders als die mit mannigfaltigen narrativen und assoziativen Andeutungen operierenden frühen kleinformatigen "Kunst-Stücke" (Ausstellungstitel 1987) lebt die Eisenplastik "Verwicklung" von 1996 ganz aus dem abstrakten, eher musikalisch, tänzerisch als erzählerisch anmutenden Spiel der orangeroten Raumlinie. Lediglich die schlichte Materialität des industriell produzierten Rohmaterials erinnert noch an die frühen Objekte.
Elisabeth Homar erliegt nicht den Verführungen einer "art in nature"-Situation in der Landschaft nahe Tautendorf. Die bewegte Gesamtform ihrer Plastik reagiert dialogisch auf die Besonderheiten der vorgefundenen Topographie und Vegetation, ohne die Differenz zwischen Natur und Artefakt zu leugnen oder zu verunklären.
(Oswald Frank)
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