nikolaus gansterer


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wandgestaltung im forum der NÖ versicherung in st. pölten



Nikolaus Gansterers künstlerischer Ansatz setzt sich mit der Sprache der Zeichnung und ihrer Übersetzbarkeit in räumliche Verhältnisse auseinander. Grafische Grundstrukturen werden in ihrer Wechselwirkung mit dem Umraum untersucht, um die zweidimensionalen Formen in einer dritten Dimension aufzubrechen. In seiner Installation Der Wechselschattenspeicher beschäftigt sich Gansterer mit den ephemeren Qualitäten des Mediums Zeichnung, das in seiner meist nichtfarbigen bzw. ins Auge stechenden Erscheinungsform stets aus der Nähe betrachtet werden muss um eine genauere Lesart zu ermöglichen. Um dieses Phänomen herum verdichtet sich die Installation, die aus einer gefrästen Zeichnung im Innenraum des NÖ-Forums besteht und je nach Licht- und Schatteneinfall den BetrachterInnen eine holistische Wahrnehmung nur aus mehreren, zeitlich nacheinander eingenommenen Positionen ermöglicht. Gansterer fräst bzw. schreibt in seine Arbeit ungreifbare Momente an Information ein und bestimmt dadurch einen sich je nach Lichteinfall verändernden Wahrnehmungshorizont. Der Schatten-Licht-Raum wird in der für seine Erfahrung notwendigen zeitlichen Bedingtheit zu einem klanglichen Resonanzraum, der es erforderlich macht, Erinnerung zu speichern und in eine individuelle Lesbarkeit zu übertragen.
(Walter Seidl)

Anmerkung:
Gerda Lampalzer ging als Gewinnerin des Wettbewerbs hervor, die Niederösterreichische Versicherung entschied sich jedoch für die Realisierung des zweitgereihten Projekts.
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