agnes fuchs


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wandgestaltung im landespensionisten- und pflegeheim hainfeld



In dieser raumbezogenen Arbeit werden die objektiven Bilder der Naturwissenschaft dem subjektiven Erinnern und Wahrnehmen gegenübergestellt.
Morphologische Zeichnungen und Zeichen der Botanik in reduziert oder verdichtet angeordneten weißen Linien führen vom Botanischen Zaun im Eingangsbereich in den Innenraum des neu gestalteten Landespensionisten- und Pflegeheims Hainfeld. Die gelb-grüne Wandarbeit in der Halle leitet den Blick weiter in den realen Garten im Innenhof der Anlage. Der Botanische Zaun trennt also den Außenraum vom Inneren, gibt aber auch die Blicke frei auf das, was dahinter liegt. Wie könnten diese vereinfachten Zeichen einer Pflanzendarstellung nun die Zeitlichkeit eines Blütenstandes oder die Form der Scheindolde bezeichnen, ohne der Wahrnehmung, dem Konstruierenden und Erinnernden des menschlichen Geistes ebenso verpflichtet zu sein wie der naturwissenschaftlichen Erkenntnis und der Ontologie?
Oder einfacher gesagt: Die weißen, aus dem Farbraum ausgesparten Formen sind ein Angebot für Assoziationen, Erinnerungen und Vorstellungen - und sie sind auf mehreren Ebenen lesbar. Zum Beispiel als Muster oder Design der 50er bis 70er Jahre, das Menschen dieser Generation sehr vertraut ist. Oder als Bilder, die sich auf die "real" erlebte Natur und die sinnlichen Erinnerungen an Farben und Gerüche, aber auch auf persönliche Geschichten, beziehen und so die gespeicherten Eindrücke und Erlebnisse aktualisieren, neue Eindrücke erstehen lassen.
(Agnes Fuchs)
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