richard hoeck


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projekt im psychosomatischen zentrum waldviertel eggenburg



In den Arbeiten von Richard Hoeck treffen inszenierte Stage-Sets auf gesellschaftskritischen Kommentar, Versatzstücke internationalen Designs auf Filmgenres, insbesondere auf die Chiffren des Western. Das Projekt, das Hoeck für das Psychosomatische Zentrum Eggenburg entwickelt hat, kann als computergestützte Medialisierung der Lebensbereiche in der Klinik betrachtet werden und leistet außerdem Vermittlungsarbeit im Raum. Der Künstler konzentrierte sich auf die Glasflächen der verschiedenen Türen, die er mit semitransparenten Sandstrahl-Folien beklebte. Ausgehend von einer überlebensgroßen menschlichen Figur bricht Hoeck die Pixelstruktur in "breaks of generations" um und abstrahiert sein Motiv zunehmend durch Zooms in andere Größenverhältnisse. Beim Speisesaal, den Therapieräumen und dem Schwimmbad dämpft er damit das Licht ab und sorgt für mehr Intimität, ohne Helligkeit und Perspektive zu beeinträchtigen.
Auf einer wahrnehmungstheoretischen Ebene geht es um den Verlust und die Gewinnung von Struktur, was die Praxis betrifft, macht sich Hoeck als
Dienstleister mit einem Leitsystem nützlich, und als diskreter Kollege nimmt er auf die formale Gestaltung von Christine und Irene Hohenbüchler
Rücksicht.
Hoecks Arbeitsmodus ist verschiedentlich als Exit-Strategie erkannt worden. Seine Objekte entziehen sich dem Kunstcode und nisten sich im Alltag ein, docken an Vorhandenes an und pfeifen auf Spielregeln aller Art.
(Brigitte Huck)
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