walter obholzer


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rauminstallation im landeskrankenhaus eggenburg



Eine Forderung Walter Obholzers an die Malerei ist, sie als Denksystem bzw. Reflexionsebene und damit wesentlich selbstreferentiell zu belassen, er vermeidet das Spektakuläre und beschränkt sich auf wenige ornamentale Motive. Die eine Werkgruppe - "Vertikale Panoramen" - sind senkrechte schmale Bilder mit einer Gipsleiste gefaßt, eine andere, zu der auch die Arbeit in Eggenburg gehört, gruppiert sich um die große Rauminstallation für den Salzburger Kunstverein, bei der die Wand direkter Bildträger ist und eine ähnliche Ornamentik von Kreisen verwendet wird. Zu der "gefüllt 1994" bezeichneten Malerei sagte der Künstler damals: " 'Gefüllt' bedeutet, daß farblich aufgeteilte Kreise in einen Hohlkörper geworfen werden. Diese Bildvorstellung setzt eine Aktivität voraus, das Bild geht aber dann in einen 'zeremoniell geordneten' Zusammenhang über. Was dabei geschieht, hat mit der Arbeit des Künstlers zu tun, eine leere Bildfläche füllen." (Walter Obholzer, Interview mit Silvia Eiblmayr).
In Eggenburg verwendet der Künstler für die der Fensterfront gegenüberliegenden Wandabschnitte vier Reihen von beige gefaßten Kreisornamenten, die in einem bestimmten Rhythmus rot bzw. blau gefüllt sind. In einer konzeptuellen Haltung (und Berücksichtigung der jeweiligen Situation eines Ortes) betreibt er die Auflösung des Bildes: "...man versucht, sich in ein Detail zu retten, um das Bild noch zu finden..." (Walter Obholzer, Interview mit Silvia Eiblmayr).
(Susanne Neuburger)

Architekt: Manfred Maurer
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