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denkmal für die wassermühlen in roseldorf bei sitzendorf



"Denkmal für die Wassermühlen" nimmt auf die Geschichte des Schmidatals ebenso Bezug wie auf seine gegenwärtige Nutzung als Erholungsgebiet. Die entlang einem Fußweg angebrachten Elemente des Denkmals – Triebwerk, Kammraddach und Laterne als direkte Verweise auf die Maschinen und die Erneuerung des Schutzdachs eines Bildstocks – setzen die verschwundenen Wassermühlen des Schmidatals wie aus Mosaiksteinen wieder zusammen. Zugleich greift das Denkmal die Tradition skulpturaler Gartenkunst auf: Als Kunstwerk in einem gestalteten Erholungsareal ist das Mühlendenkmal eine "terza natura" im Sinne der Gartentheorie der italienischen Renaissance, mit wandelnden Sichtachsen und subtilen Wechseln an Gestaltungsintensitäten des Eingriffs in die Natur. In die Skulpturen sind Zitate eingeschrieben, die auf die Nutzung von Kraft Bezug nehmen, und so führt die Verbindung der Sinngehalte von Bild und Text, Anschauung und Referenz zu einem neuen, eingefalteten Wissen, das der Entschlüsselung durch die Betrachter bedarf. Mechanische und ästhetische Kraft stehen nahe aneinander. Die Inschriften stehen für einen längst geschehenen Eingriff, die Extrahierung eines Elements aus der Natur zu seiner Nutzung, und rücken so den Kunstcharakter des Denkmals nahe an den der Landschaft, die es umgibt. Das "Denkmal für die Wassermühlen" transformiert seine Umgebung in einen emblematischen Garten, es markiert die Künstlichkeit des Areals und streicht die Freizeitkultur heraus, die die Besucher und Besucherinnen zu ihnen führt und die sich dem Untergang der Mühlen verdankt.
(Eva Kernbauer)
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