hans kupelwieser


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hohlkopfwand



Hans Kupelwiesers "Hohlkopfwand" ist gleichermaßen eine differentielle Position zum Denkmal, zum großen skulpturalen Wurf, und, wie auch seine anderern Arbeiten für Krems und St. Pölten, eine genaue Auseinandersetzung mit dem Ort. Sind seine Auftragsarbeiten für den Hammerpark bzw. für den jüdischen Friedhof in Krems aber benutz- bzw. begehbar, findet man hier eine radikale Haltung der Verweigerung vor. Die übereinander- und aneinandergereihten Köpfe, die in ihrer seriellen Produktion jegliche Gestik verneinen, blicken zur Wand, ohne das Gegenüber eines möglichen Betrachters. Das Statement des Bildhauers ist also das industrielle Serienprodukt in einer stapelbaren Handhabung und dessen Negierung in der Blickrichtung. Nicht ein individuelles, sondern ein beliebiges Vorbild für den Kopf ist ausschlaggebend, wobei sich eine Anonymität einschleicht, die wiederum den Ort interpretiert und bezeichnet. "Hohlkopfwand" im Sinne anonymer beamtischer Tätigkeit?
Im traditionellen Sinne ist ein Regierungsviertel ein herrschaftlicher Bereich mit ebensolchem Anspruch und auch, wenn dieser nicht dezitiert namhaft gemacht wird, ist er vorhanden und virulent. Hans Kupelwiesers Köpfe unterlaufen diesen Anspruch von vornherein, sie verweigern der Tradition Blick und Raum. Im Spiegel der Wand reflektieren sie gewissermaßen die Architektur, mit der sie durch die Aufstellung ganz eng verbunden sind und diese sich fast einverleiben.
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