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Die baskische Künstlerin Maider López (geb. 1975 in San Sebastian) ist eine prominente Figur in der Gegenwartskunst Spaniens. Vom Beginn ihrer Karriere an arbeitete sie im und mit dem öffentlichen Raum. Ihre Interventionen haben häufig partizipativen Charakter und drehen sich um Transformation und Aneignung von Raum, um seine Ikonografie und seine Syntax: Da waren Bretterstege, die durch den italienischen Pavillon auf der Biennale von Venedig führten, da waren bunte Markisen, die einer Hausfassade in Madrid überraschende Akzente gaben. López brachte ganz Räume im Guggenheim Museum Bilbao durcheinander und inszenierte Verkehrsstaus auf einsamen Gebirgsstraßen.

"Mountain", die Arbeit, die sie im Grafenegger Schlosspark realisiert hat, ist ein buchstäblich erdverbundenes Projekt, das irgendwo zwischen Zivilisationskritik, Spiritualität und den amerikanischen Minimal- und Landart-Künstlern der 1960er- und 1970er-Jahre angesiedelt ist: Ein neuer Teich wurde angelegt, aus dem Aushubmaterial entstanden zwei markante Gipfel im sonst flachen Gelände. Wie Robert Smithson auf seinen "Spiral Hill" im holländischen Emmden, so legte auch Maider López einen Weg auf den Gipfel an. Er ist begehbar und von den entstandenen Terrassen aus können Parkbesucher neue Aussichten und Perspektiven erleben. Landschaft ist Material, der modulierte Ort unterliegt den Prozessen der Veränderung, Besucher sind Instrumente, die das Werk vollenden.

López’ sanfte Hügel stecken einen Reflexionsraum ab, in dem es über den Dialog mit dem Publikum hinaus um Fragen der Historizität, des Genius Loci, der Site-Specificity, aber auch der künstlerischen Haltung geht.
(Brigitte Huck)
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