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Jakob Lena Knebl setzt sich in der interaktiven Skulptur "Lebe den Tag" inhaltlich mit der Endlichkeit des Lebens auseinander. In der zweiteiligen Installation aus hochpoliertem Stahl in Säulenform spiegeln sich die Subjekte. Um die höhere Säule, auf der die Inschrift "Lebe den Tag" zu lesen ist, schlingt sich eine Sitzbank. Auf der Unterseite der Überdachung sind ausgewählte verzerrte Fotoarbeiten gedruckt, auf denen sich Jakob Lena Knebl im Stil von René Magritte inszeniert. Jakob Lena Knebl verwendete hier die "anamorphotische Verzerrung". Als eine Anamorphose bezeichnet man ein Bild, das nur unter einem bestimmten Blickwinkel oder mittels eines speziellen Spiegels oder Prismensystems erkennbar ist. Das bekannteste Beispiel findet sich auf dem berühmten Gemälde "Die Gesandten" von Hans Holbein dem Jüngeren. Es war mit dem zentralen Sujet des Totenkopfs Anlass zur Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit.

"Lebe den Tag" ist ein Statement jenseits kultureller und gesellschaftlicher Normierungen, ein Appell, festgefahrene Standpunkte zu überdenken und durch Blickwechsel und Neuorientierung alte Rollenbilder zu verlassen. Im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung Jakob Lena Knebls steht die humorvoll-kritische Dekonstruktion und Brechung von Normen, sei es durch die Nivellierung der Geschlechterrollen, indem er/sie zwischen männlicher und weiblicher Identität wechselt, sei es durch die Sprengung von Schönheitsidealen, Ideologien, Vorurteilen und Ausgrenzungen.
Mit der interaktiven Skulptur hat Jakob Lena Knebl einen Ort des Verweilens geschaffen, der einlädt, sich der Endlichkeit des Lebens zu erinnern und "den Tag zu leben".
(Christiane Krejs)
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