© Ulrich Dertschei
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irena eden / stijn lernout


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ursa major 



Von einem Bären im nahe gelegenen Wald überrascht, schwor ein Ritter, eine Kirche zu errichten, wenn er von dem Tier verschont bliebe. So kam der kleine Ort bereits im Mittelalter zu einer Kirche und nahm dadurch in der Region eine bedeutende Position ein.
Der aus einem geladenen Wettbewerb hervorgegangene Entwurf des Künstlerduos Irena Eden und Stijn Lernout besticht durch seine charmante wie leichtfüßige Umsetzung der Aufgabe. Sie nehmen in ihrer Gestaltung Bezug auf das Sternbild des Großen Bären und setzen dieses in Form von speziell entwickelten Lichtstelen um. Sie schaffen einen Raum auf dem Platz, der sich in das Gesamtgefüge integriert und zum Verweilen und zum Austausch einlädt. Gleichzeitig sticht die Gestaltung durch die markanten Stelen und in der Nacht vor allem durch das auffallende Lichtspiel und die Lichtfarbe ins Auge.
16 Leuchten ragen mit leichtem Neigungswinkel zwischen vier und sechs Meter in die Höhe und krümmen sich am oberen Ende. Das austretende Licht wirft Lichtkegel auf den Platz, die die einzelnen Punkte des Sternbilds wiedergeben. Die Lichtfarbe ist im Gegensatz zur umliegenden Straßenbeleuchtung kalt und entspricht der Wellenlänge des Sternenlichts. Drei der Stelen bieten kreisförmige Sitzgelegenheiten aus Holz, die anderen sind mit bepflanzten Betonringen umgeben.
Irena Eden und Stijn Lernout arbeiten im Spannungsfeld von Raum, Skulptur und Zeichnung. Es entstehen Settings zwischen Bühnenbild und Architektur, die der Frage nachgehen, wie Räume entstehen und von uns wahrgenommen werden. Die verwendeten Alltagsmaterialien werden reduziert und in einen neuen ästhetischen Kontext gesetzt.