© Edith Dekyndt Foto: Wolfgang Woessner
 

edith dekyndt



bully missy queeny tipsy benji teddy



In aller Gelassenheit spaziert ein junger Mann während der Festivalzeit regelmäßig durch den Park. Drei Drohnen begleiten ihn und filmen den Spaziergang. Die Filme sind über den Tag verteilt auf dem Bildschirm im Foyer des Auditoriums zu sehen. Edith Dekyndt lässt mit der Inszenierung die sechs Hunde (Bully, Missy, Queeny, Tipsy, Benji und Teddy) der Schlossbesitzer, die auf dem kleinen Hundefriedhof um die Skulptur eines Spaniels herum im Park begraben sind, wieder auferstehen. Sie projiziert die Wesen der Hunde in Form von kleinen Robotern, die in der Luft wie drollige, flanierende Tiere anmuten, ins 21. Jahrhundert.

Dabei greift die Künstlerin, ihrem Interesse an den Mysterien des Alltags entsprechend, eine mündlich überliefert Geschichte auf, der zufolge der für Grafenegg zuständige Kommandant Schukowskij während der sowjetischen Besatzung (1945– 1955) den Englischen Park in eine Agraranlage umwandeln wollte. Es sei seine Frau mit ihrer Liebe zu ihrem Hund und zu den Spaziergängen im Park gewesen, die den Plan durchkreuzt hätten. Als aufmerksame Beobachterin von alltäglichen Prozessen fragt sich Dekyndt, ob der Schlosspark wirklich durch Frau Schukowskaja gerettet wurde, und lässt die Geschichte durch einen geheimnisvollen Flaneur wie eine Art Novelle nacherzählen und dabei die malerischen Qualitäten des Parks als begehbares natürliches Landschaftsgemälde in zeitliche Abläufe übersetzen.

COUNTERPOINTS II Kunst im Park 2018
Temporäre Projekte im Schlosspark Grafenegg mit Projekten von Edith Dekyndt, Ines Doujak, Britschgi/Eberle/Reissner/Stickney
Kuratorin: Cornelia Offergeld



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* temporäres Projekt

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