kunstwegen

kunstwegen ist ein in vielerlei Hinsicht faszinierendes Projekt. Im Vechtetal, dem deutsch-niederländischen Grenzgebiet zwischen Nordhorn und Zwolle, ist eines der größten Freilichtmuseen Europas entstanden. Roland Nachtigäller und Martin Köttering haben in den letzten Jahren einen Bestand von mehr als 50 Kunstwerken um 15 neue Projekte erweitert, die internationale Künstler und einen weitläufigen Kulturraum vernetzen, Landschaft, Natur, Kunst und Geschichte lebendig erfahrbar machen. Die Kontextualisierung von Kunst und Landschaft und die Verknüpfung von Kunst und Geschichte sind die wesentlichen Parameter von kunstwegen, die Durchdringung und Vernetzung der geografischen, historischen und kulturellen Topografie das zentrale Anliegen.
Nie geht es um Dekor, nie um Oberfläche, nie um Zufall. Alle Projekte haben einen ganz konkreten Bezug: einerseits zu einer wunderbaren Landschaft von Heide, Moor, Wiese und Wasser, andererseits zur Geschichte der Gegend. Wie etwa das Projekt von Fischli/Weiss, das sich auf den Umstand bezieht, dass es im Dritten Reich in Bathorn ein Arbeits- und Straflager mit über 170.000 Gefangenen gab.
Fischli/Weiss legten einen eineinhalb Kilometer langen Holzsteg durch das schwer zugängliche Moorgelände an. Im „Black Garden“ Jenny Holzers wachsen schwarzblättrige und blühende Pflanzen, die an Krieg und Verfolgung erinnern, und die Panoramabilder in Ann-Sofi Sidéns „Turf Cupola“ werden von einem Turm übertragen, der auf den Fundamenten des einstigen Lagerwachtpostens steht. Das Museum besucht man am besten mit dem Rad, von wo aus man die jüngere Geschichte der Kunst im öffentlichen Raum geradezu exemplarisch und entspannt nachvollziehen kann.
web: http://www.kunstwegen.org

Kuratorin: Brigitte Huck

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