Gespräch: Die Öffnung neuer Räume im Internet
Gespräch zur Kunst im öffentlichen Raum

am 15.03. 2012, 19.00 Uhr
im Kunstraum Niederoesterreich
Herrengasse 13, 1010 Wien

TeilnehmerInnen:
UBERMORGEN.COM , die durch raffinierte Nutzung verfügbarer Technologien, medialer wie realer Performances, "Schock Marketing" und der gezielten Verschränkung von Fälschung mit dem Irrwitz der Realität breite Aufmerksamkeit für brennende Fragen aktueller gesellschaftlicher "Systemschwachstellen" zu erobern. UBERMORGEN.COM wird vertreten von Fabio Paris Brescia, [DAM] Berlin and Carroll/Fletcher London.

Gail Durbin , Museumsberaterin nutzt das Internet als Schnittstelle für den produktiven Austausch zwischen Museen sowie Institutionen und der Kreativität der BesucherInnen bzw. Communities im Netz. In ihrem Vortrag schildert Gail Durbin ihre langjährigen Erfahrungen als Leiterin des "digital Museums" des Londoner Victoria & Albert Museums .

Hands On Stations:
Mz Baltazar's Laboratory , Stefanie Wuschitz
METALAB , Philipp Tiefenbacher, Marius Kintel, Michael Pöhn

Dokumentation:
Artistic Bokeh Research , Matthias Tarasiewicz, Max Gurresch

Kurator/Moderator:
Lorenz "eSeL" Seidler lebt und arbeitet als "ästhetische Lebensform" in Wien und im Internet, Betreiber der Kunstplattform esel.at , GAZEBO. Galerie für öffentliche Räume, Informationsbureau eSeL REZEPTION im Museumsquartier Wien, Lehrbeauftragter für Digitale Kunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien
"Die Öffnung neuer Räume im Internet"
kuratiert von Lorenz "eSeL" Seidler

Der Gesprächsabend "Die Öffnung neuer Räume im Internet“ stellt Möglichkeiten und Spezifika neuer, öffentlicher Räume vor, die durch die rasante Verbreitung des Internet geschaffen werden.

Die "digitalen Aktivisten" UBERMORGEN.COM machen in ihrer Werkpräsentation Methoden und Strategien sichtbar, das Internet als Medium für zeitgenössische Kunst zu nutzen und zugleich Bedingungen und Problemfelder der technologisierten Gegenwart kritisch zu hinterfragen. Die Londoner Museumsberaterin Gail Durbin berichtet über ihre langjährige Erfahrung als Leiterin des "Digital Museums" des Londoner Victoria & Albert Museums und präsentiert Projekte, die durch aktive Mitwirkung des Publikums Inhalte und Forschung der Institution über den Museumsraum hinaus in den Communities wirksam machen. In den Pausen zwischen den Vorträgen laden "Hands on Stationen" ein, Referenzprojekte kennen zu lernen - und auszuprobieren – wie sich der offene Wissensaustausch im Internet auch im "Realraum“ auswirkt: Der Wiener "Hackerspace" METALAB präsentiert "3D-Drucker", die mit einfachen Mitteln beliebige Gegenstände herstellen – und sogar sich selbst reproduzieren können. Das Workshop-Kollektiv Miss Baltazar ́s Laboratory zeigt, wie mit einfachen "Arduino"–Mikrokontrollern Computer auch von Nicht-Experten selbst gebaut und programmiert werden können.

Image © W.Wössner

Die abschließende Diskussion fokussiert neben den spezifischen Auswirkungen der technischen und kommunikativen Möglichkeiten des Internets auf Kunstproduktion und Kulturarbeit auf die demokratiepolitischen Folgen der "digitalen Revolution". Dank aktiver Mitwirkung, Mitbestimmung und "Empowerment" des Publikums werden neue Möglichkeiten zur gemeinsamen Gestaltung öffentlicher Räume – auch abseits des Internets – deutlich.

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© W.Wössner