Sounds Against Silence. Stadt hören und sehen.
Ein Kunstprojekt im Stadtraum Ternitz, mit Arbeiten von
Bik Van der Pol, Stefan Flunge, Johannes Hoffmann und Johanna Reiner, Heimo Lattner, Johanna Tinzl .

Die semi-urbane Textur von Ternitz hat viel mit jenen Peripherien gemein, die sich um die großen Metropolen gebildet haben. Doch Ternitz ist kein ursprünglich städtischer Organismus, sondern ein Amalgam aus ehemaligen Dörfern, deren eigentliches geografisches Zentrum ein Fabrikgelände ist. Orte wie die Fabrik oder das Rathaus markieren kein wahrnehmbares Zentrum und die Qualitäten des vormals Dörflichen scheinen abhanden gekommen zu sein. Diese Abwesenheit dessen, was man als identitätsstiftende Orte für die Öffentlichkeit bezeichnen könnte, war der Ausgangspunkt für die Überlegungen zum temporären Kunstprojekt Sounds against Silence .

Das Projekt stellt die Frage, wie man mit künstlerischen Mitteln Echos und Resonanzen aus der Geschichte von Ternitz als Stahlstadt herstellen kann, um Verbindungslinien in die Gegenwart und Zukunft aufzutun. Das Abwesende wird zum Material für eine fragmentarische Partitur künstlerischer Interventionen, für eine Wiederaufführung historischer Fundstücke.

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© Christina Nägele
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© eSeL.at

Von 12. bis 28. September 2014 finden in Ternitz verschiedene Veranstaltungsformate statt, die am 27. September in einem Höhepunkt münden.
Johannes Hoffmann und Johanna Reiner gestalteten
für den Projektzeitraum ein "temporäres Wirtshaus" im öffentlichen Raum, Bik Van der Pol, Stefan Flunger, Heimo Lattner und Johanna Tinzl arbeiten mit Sound, partizipativen Ansätzen oder temporären Interventionen im Stadtraum. Das künstlerische Kommunikationsprojekt "Eine Stadt kann nicht mehr schlafen" von Johanna Reiner beschäftigt sich mit Fragen der Konstruktion von Stadtidentität.

Video: Local Access: Sounds against Silence


Raumstrategie: Christian Teckert
kuratiert von Christina Nägele

Programm und Projektbeschreibungen siehe nächste Seiten.
Presseunterlagen