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Ausstellungsansicht

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Ausstellungsansicht

Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich – 10 Jahre Kulturförderungsgesetz

1. bis 30. September 2006
St. Pölten, NÖ Dokumentationszentrum für moderne Kunst

Anlass für diese Ausstellung war das zehnjährige Bestehen des Kulturförderungsgesetzes, das als politische Entscheidung auch nach zehnjähriger Praxis nicht genug gewürdigt werden kann und eine grundlegende Verbesserung der Arbeitsmöglichkeiten bedeutete. In diesem Sinne sollte es auch tatsächlich eine Festausstellung werden, die sich eine entsprechende Würdigung und ausführliche Darstellung des umfangreichen Programms zur Aufgabe machte. Waren zum gegebenen Zeitpunkt über 350 Projekte realisiert, wurden 100 für ein durch die Räumlichkeiten laufendes Fotoband ausgewählt. Die chronologisch angeordneten Fotografien namhafter FotografInnen wie Margherita Spiluttini oder Christian Wachter ermöglichten einen repräsentativen Einblick und waren vom Architekten der Ausstellung, Walter Kirpicsenko, darüber hinaus als Wanderausstellung konzipiert. Einige für kunst im öffentlichen raum niederösterreich entstandene Videoarbeiten sowie Dokumentationsvideos und andere Dokumentations- und Archivmaterialien ergänzten den Fototeil. Wurde bei der Eröffnung der achte Band von „Öffentliche Kunst. Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich“ präsentiert, erfolgte im Zuge der Ausstellung zusätzlich die Erstellung eines Indexbandes, der auch als Ausstellungsdokumentation fungierte und noch einmal die Aktivitäten von kunst im öffentlichen raum niederösterreich – nach KünstlerInnen und Orten aufgelistet – erfasste.

Zusätzlich zur Darstellung des eigenen Programms waren mit Maria Thereza Alves, Carola Dertnig, Gerhard Dirmoser, Andreas Fogarasi, Anna Gudjonsdottir und Lia Perjovschi sechs KünstlerInnen als Gäste eingeladen, die nun im Medium einer Ausstellung exemplarische und avancierte Kunstpraktiken, wie sie auch für die niederösterreichische Praxis von Relevanz sind, in einigen ausgewählten Arbeiten der Produktion in Niederösterreich gegenüberstellten. Sind Programme für Kunst im öffentlichen Raum häufig an Städte gebunden, geht es in Niederösterreich um kleinere Städte, Dörfer und Landstriche. Oft sind es sehr spezielle Fragestellungen, mit denen hier die Kunst konfrontiert ist und die sie wiederum in die großen Konzepte von Raum, von Site Specificity und Geschichte sowie von Kommunikation und Partizipation einordnen muss.