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Sabine Bitter :
Volksschule Königstetten

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Nicht realisiert
Königstetten, 1993

Information

Ein Weg sollte die Volksschule an das Zentrum anbinden. Durch eine Glaswand, über die eine Betontreppe herausragt und auf der mittels Sandstrahlung Zeichnungen von Schülern angebracht sind, sollte diese Achse akzentuiert werden. Das Konzept wurde von der Jury empfohlen, jedoch nicht realisiert.

Ansatz für die künstlerische Bearbeitung des Areals vor der Volksschule Königstetten ist die örtliche Trennlinie Alleegasse zwischen dem gewachsenen Marktkern und dem Neubaugebiet. Da eine Anbindung des Areals vor der Schule (Schulplatz) an den Marktkern wünschenswert ist, wird der Weg vom Kirchenplatz durch das Gemeindeamt, vorbei am Musikhaus, dem Kindergarten, entlang der bestehenden Mauer, über die Alleegasse in der künstlerischen Arbeit fortgesetzt. Eine Glaswand führt die bestehende Mauer weiter ins offene Gelände des Schulplatzes und thematisiert bzw. verlängert somit die Achse vom Kirchplatz her. Auf der Glaswand sind sandgestrahlt Kritzeleien, Zeichnungen und Sprüche von Kindern der Volksschule Königstellen angebracht. Ein kommunikativer Aspekt liegt in der Herstellung des Objekts: Kinder und Lehrer werden eingeladen, Zeichenmaterial zu erarbeiten. Der Identifikationswert liegt in der persönlichen Erinnerung. Durch die frei ausragende, rot eingefärbte Sichtbetontreppe erhält der Schulplatz als neues und flexibles Gelände für Weihnachtsmarkt, Platzkonzerte, Jahrmarkt und diverse Veranstaltungen ein Zeichen. Mit dem Betreten der Treppe verlässt man die axiale Ausrichtung. Das Podest bietet einen Rundumblick, der den Platz und seine Lage erfassen lässt. Die Platzgestaltung basiert auf einer möglichst funktionalen Anordnung der notwendigen Einrichtungen. Die Sinnigkeit von Treppe und Glaswand liegt im Festhalten einer persönlichen Momentaufnahme, die als solche gesehen wird und zum darüber Hinausschauen auffordert. Von der Jury zur Realisierung empfohlen, nicht realisiert.
(Sabine Bitter)