nicole knauer, erlauf erinnert sich ...
nicole knauer, erlauf erinnert sich ...
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nicole knauer


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erlauf erinnert sich ...



Die 1200 Einwohner zählende Gemeinde Erlauf im Bezirk Melk verdankt einem jüdischen Emigranten aus Erlauf, dessen Familie 1938 von den Nationalsozialisten vertrieben und ermordet worden ist, die Kenntnis ihrer Teilhabe an der Weltgeschichte: Fast unbemerkt von den BewohnerInnen ereignete sich dort der historische Handschlag zwischen einem amerikanischen und einem sowjetischen General anlässlich der Kapitulation Nazi-Deutschlands am 8. Mai 1945.
Im Mittelpunkt stand die Notwendigkeit der Aufarbeitung unserer Vergangenheit und die Forderung nach einer vermehrten Sensibilität für Ausgrenzung, Rassismen und Alltagsfaschismen. So sollte "Erlauf erinnert sich ..." kein historischer Rückblick sein. Vielmehr richtete die Ausstellung seinen Fokus auf rassistische Tendenzen der Gegenwart und den heutigen Umgang mit Geschichte.

Das Fremde und die vermeintliche Angst vor dem Fremden war auch das Thema von Nicole Knauer aus Linz. Knauer hatte für Erlauf mehr oder minder explizit fremdenfeindliche Wohnungsinserate aus aktuellen Ausgaben österreichischer Printmedien gesammelt, vergrößert und auf eine Plakatwand geklebt. Bei dieser Arbeit ging es nicht um eine Anprangerung Einzelner. Sie zeigte, wie niedrig mittlerweile die Schwellen der Gesellschaft sind, der Fremdenfeindlichkeit ihren ungezügelten Lauf zu lassen.

Das Projekt ist dokumentiert im Archiv der Kunst im Museum ERLAUF ERINNERT .


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